Erlebbarer Limes

Die Hohenloher Gemeinden am Limes sowie die Agenda Gruppe Limes haben sich einige Projekte einfallen lassen, um den Limes erlebbar zu machen. Das vielfach im Boden verlaufende Denkmal wird auf verschiedenste Art und Weise anschaulich dargestellt.

Der Limes auf dem Gelände der Landesgartenschau Öhringen 2016

In der Öhringer Cappelaue erstreckt sich 15 m hoch die Limesplattform. Von dieser sieht man das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau und die Hohenloher Landschaft von einer anderen Perspektive. Im Rahmen der Landesgartenschau wurde eine Hecke gepflanzt, welche den Verlauf des Limes nachzieht. Ebenso haben regionale Handwerksbetriebe ein monumentales Limes Tor maßstabsgetreu nachgebaut.

Limes Blicke - Aussichtsplattformen in Zweiflingen, Öhringen und Pfedelbach

Herrlicher Blick entlang des UNESCO Welterbes ins Hohenloher Land

Um den schnurgeraden Verlauf des UNESCO-Welterbes Limes in der Region Hohenlohe erlebbar zu machen, haben die Kommunen Zweiflingen, Öhringen und Pfedelbach das gemeinsame und am Limes einmalige Projekt "Limes Blicke" ins Leben gerufen.
In allen drei Gemeinden wurde ein „Limes Blick“ und damit eine Limesplattform errichtet, die im Zusammenspiel eine Blickbeziehung vom Pfahldöbel bei Zweiflingen quer über das Öhringer Becken bis zu einer Hangkante im Wald bei Pfedelbach-Gleichen möglich machen.


Über diesen Link gelangen Sie direkt zu den Limes Blicken



Pfahldöbel (Gemeinde Zweiflingen)

Pfahldöbel - sichtbarer Limes bei Zweiflingen

Der „Pfahldöbel“ zwischen den Zweiflinger Ortsteilen Pfahlbach und Westernbach ist auf 280m der am besten erhaltene Abschnitt des Limes im Hohenloher Land. Wall und Graben sind im Wald gut sichtbar.

Er war ursprünglich 9m breit und 2m hoch. Davor lag ein 8m breiter und 2,5m tiefer Graben, der Höhenunterschied zwischen Grabensohle und Wallkrone betrug mindestens 5m. Hier verläuft der traumhafte Limes-Wanderweg und lädt zu Entdeckungen ein. Die Bezeichnung Pfahldöbel erinnert an das Wort „Pfahl“ oder Palisade und an den Graben, der süddeutsche Ausdruck für „dobel“.

Östlich der Ortsmitte von Westernbach liegt, etwa 150m hinter dem Limesweg, das Kastell Westernbach. Erkennbare Spuren befinden sich an der Oberfläche leider keine mehr. Das ca. 1ha große Kastell mit 117m Länge und 88m Breite war vermutlich ein Numeruskastell und diente damit als Aufklärungs- und Beobachtungsposten.

(Quelle: Limes-Seiten der Touristikgemeinschaft Odenwald e.V.)



Limesanlage in Mainhardt

Limesanlage Mainhardt

Im Rahmen des Aktionstages „Am Limes grenzenlos“ konnte die Limesanlage in Mainhardt - direkt neben der B 14 - am 5. Juni 2011 offiziell eingeweiht werden. Unter Aufsicht der zahlreichen Besucher, enthüllten Bürgermeister Damian Komor, Regierungspräsident Johannes Schmalzl, Landrat Gerhard Bauer, Dr. Bender vom Limesinformationszentrum Aalen, Frau Bodner von der LEADER-Geschäftsstelle sowie Herr Gehring vom Ingenieurbüro Bürgel mit vereinten Kräften die neue Limesanlage.

Am Ortseingang von Mainhardt ist nun auf 25 Metern Länge ein Stück dieses Limes mit Wall, Graben und Eichenholzpalisaden neu entstanden. Die Rekonstruktion befindet sich wenige Meter abseits des originalen Walls, von dem im Ort bis heute noch Spuren erhalten und sichtbar sind.

In Mainhardt wurde der Limes so nachgebaut, wie das Original einst ausgesehen hat. Funde in Rainau-Buch belegen, dass die Holzstämme halbiert und mit Querriegeln verbunden wurden. Die flache Seite hat in Richtung Feindesland gezeigt, weil man an ihr nicht so leicht hochklettern konnte.

Mit dem Nachbau, der nachts angestrahlt ist, wird der Limes erfahrbar. Die Anlage soll zugleich ein touristisches Tor zur Gemeinde sein, das Vorbeifahrende neugierig macht und zum Anhalten bewegt. Auf Schautafeln werden Informationen zur römischen Vergangenheit Mainhardts vermittelt. Damit möchte man die Besucher auch in den Ort locken, z.B. ins Römermuseum und zu den restaurierten Mauerresten des Kastells. www.mainhardt.de

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