Der Limes in Widdern

Das Wappen von Widdern
Rückseite eines republikanischen Denars 76 bc
WP 8/51 auf der Höhe zwischen Kessach- und Jagsttal
Wachthaus am Limes: Glasenberg, Widdern-Unterkessach


Limesverlauf

Auf dem Gebiet der Gemarkung Widdern liegen am Limes vermutlich 5 Wachtürme, davon drei nachgewiesen und gut auffindbar. Unterhalb der Weigentaler Höhe liegt nordöstlich von Unterkessach im Wald „Heiligenrain“ unmittelbar am Limeswanderweg der  WP 8/48.
 
Bevor der Limes die Gemarkung Widdern auf der Höhe zwischen Kessach- und Jagsttal verlässt, liegt der WP 8/51, kurz bevor der Limeswanderweg nach Erreichen der Höhe Richtung Jagsthausen abknickt, links im Wald. (Bild)

Der vermutete WP 8/49 liegt mit den Resten eines Kleinkastells, welches beim Bau einer Wasserleitung  aufgefunden wurde, im Kessachtal  zwischen Unter- und Oberkessach. WP 8/50 wird auf halber Höhe südlich über dem Kessachtal vermutet.
WP 8/52 liegt südlich von WP 8/51 in den Feldern und kann in manchen Jahren als Bewuchsstörung recht gut ausgemacht werden.

Geschichte
Urkundlich erwähnt wird Widdern als „Witterheim“ bereits im 8. Jhd; vermutlich aber bestand hier bereits in römischer Zeit eine Ansiedlung; - allgemein war  im unmittelbaren Hinterland des Limes die Besiedlung recht dicht, man hat in Widdern aber auch römische Reste gefunden (siehe Fachliteratur)
 
Der Widder erscheint auch auf römischen Münzprägungen (Bild: Rückseite eines republikanischen Denars 76 bc ) und steht astrologisch im Haus der Minerva, der Göttin der Weisheit und Kriegsführung, Schutzgöttin des Handwerks und der Dichter. Der dritte flavische Kaisers Domitian, unter dessen Befehl die Vorbereitungen zur Errichtung des Odenwaldlimes getroffen wurden, der ca. 20km westlich und ca. 50 Jahre vor dem obergermanisch–rätischen Limes errichtet wurde, verehrte die Minerva in besonderem Maße; auf der Rückseite der Mehrzahl seiner Münzprägungen wird die Minerva dargestellt.

Die Stadt Widdern

Widdern - eine der kleinsten Städte Baden-Württembergs mit circa 1900 Einwohnern, Idylle par exellence, harmonisch eingebettet in die freundliche Natur des Jagst- und Kessachtals.
Mittelalterliches  Fachwerk in Widdern und im Stadtteil Unterkessach, selbstverständlich mit langer Geschichte.
Bereits im Jahre 775 wurde Widdern im Lorscher Kodex erwähnt und erhielt zwischen 1258 und 1307 Stadtrechte.
Anerkennung für sein dorfgerechtes Ortsbild fand Unterkessach durch eine Goldmedallie des Landes und eine Bronzemedallie der Bundesrepublik.
Man spürt die Liebe und Sorgfalt, mit der die Menschen hier ihr Umfeld gestalten. Fühlen Sie sich beim Gang durchs Jagst- und Kessachtal, durch Wiesen, Wälder und Weinberge, beim Fischen, Radeln oder Spielen auf Waldgrillstellen wohl.
Widdern, ein Ort für Menschen, die mit sich und der Natur etwas anzufangen wissen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie über die Homepage der Stadt Widdern.

 

 

 

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